MUCHAS GRACIAS

Südamerika
0
Reisetage
0
Länder
0
Kilometer

Wir sind mal so frei und schmeißen für diese Bilanz Zentral- und Südamerika in einen Topf. Heute ist also der Tag gekommen, an dem wir Südamerika verlassen und uns auf einen neuen Kontinent wagen: Neuseeland wartet auf uns und wir freuen uns riesig, obwohl wir uns nicht sicher sind, ob wir nach drei Monaten Spanisch noch ein einziges Wort Englisch verstehen oder sprechen!

Gerade sitzen wir in einem viel zu teuren Café an der Steilküste Limas und philosophieren über die letzten drei Monate in Südamerika. Was für Landschaften, was für Erfahrungen, Erlebnisse jeglicher Art, was für riesen Strecken wir bewältigt haben! Es gab durchaus Tage, an denen wir der südamerikanischen Mentalität, der Sitten und dem ständigen Gehupe keine Träne nachgeweint hätten. Heute sind wir aber eher wehmütig, denn es geht eine wahnsinnig intensive Zeit für uns zu Ende. Wir versuchen hier mal, eine Highlights aneinanderzureihen und aus unseren vierundneunzig Reisetagen Bilanz zu ziehen!

Danke für ...

… deine Straßenverkäufe

Wir haben den Wert von kleinen Straßenverkäufen, riesigen Märkten und Tante Emma Läden echt schätzen gelernt, auch wenn die Marktschreier manchmal ganz schön aufdringlich und nervtötend sein können. An jeder Ecke bekommt man verschiedene Leckereien, vom Popcorn in Rio über Sandwiches in La Paz und Yuca-Snacks in Lima. Überall gibt es kleine Tante Emma Läden, die alles Notwendige verkaufen – und das zu jeder Tages- und Nachtzeit und ganz sicher ohne bürokratischen Aufwand!

… das Feilschen

Ob Taxi, Sandwich oder Festplatte: Dank Südamerika haben wir das Handeln jetzt intus. Was anfangs eher lästig war, macht uns mittlerweile sogar Spaß. Irgendwie gibt es beiden Seiten immer das Gefühl, ein gutes Geschäft gemacht zu haben – selbst, wenn wir vermutlich trotzdem noch den Gringo-Aufschlag zahlen! 😉

… deine Früchte

Diese unendlich leckeren und bunten Früchte! Man kann das südamerikanische Sonnenlicht förmlich schmecken, unter dem die Granatäpfel, Ananas, Bananen, Guaven, Papayas, Avocados und Maracujas gereift sind. Im peruanischen Dschungel haben wir Früchte probiert, von deren Existenz nicht mal unser einheimischer Guide wusste… Wir werden sie vermissen!

… das Busreisen

Vor der 26h Busfahrt von Rio nach Foz de Iguazu hatten wir ja schon große Bedenken. Busreisen in Südamerika ist jedoch weit komfortabler, als Auto oder gar Flugzeug. In Peru ist sogar ein On-Board-Menü inbegriffen, auf einer Reise für umgerechnet 3€… Auch im Stadtverkehr hat Busreisen Vorteile. Zwar gibt es selten richtige Haltestellen, dafür hält man am Straßenrand eben einfach die Hand raus und steigt ein!

… deine Spartenstraßen

Was für Europäer aus der Marktwirtschaft ziemlich befremdlich ist, ist hier völlig normal: In den Geschäftsvierteln sind die Straßen nach Sparten aufgeteilt. Bedeutet, es gibt eine Stoffstraße, eine Handyglasstraße, eine Karnevalsnasenstraße und so weiter. Obwohl man in Konkurrenz steht, arbeitet man irgendwie doch zusammen und gratuliert dann seinem Nachbarn zum Geschäft. Für uns als Verbraucher ist das natürlich praktisch und macht das Preise vergleichen bzw. Verhandeln sehr viel leichter. Anscheinend funktioniert es!

… deine Farben

Gerade Bolivien und Peru sprühen nur so von bunten Stoffen und Farben. Schon die Trachten der indigenen Frauen sind eine wahre Augenweide, dazu noch das bunte Gemüse und Obst, die blühende Landschaft, die Gewürze… Herrlich!

… deine Tuc Tucs

Mit keinem Transportmittel kommt man billiger und schneller an, als mit dem Tuc Tuc! Grundsätzlich kostet eine Fahrt mit dem dreirädrigen Gefährt etwa die Hälfte einer Taxifahrt – und die sind schon preiswert genug! Außerdem gibt es wirklich coole Ausführungen: Wir saßen in Ica sogar in einem Disko-Tuc-Tuc 🙂 Witzig ist auch, dass gefühlt alle Fahrer richtige südamerikanische Schränke sind. Sieht in den Miniaturgefährten wirklich ulkig aus!

… el menu del día

Die Menüs für etwa 3-4€ haben uns oft umgehauen. Mit Suppe, Hauptgericht und Getränk ein unschlagbarer Preis und lecker dazu! Außerdem regionale Küche und man unterstützt nicht die großen, sondern die kleinen Restaurants der Stadt.

Toilettenkultur.

Wir wissen zwar, dass es in Asien noch krasser werden wird, aber die meisten öffentlichen und selbst die Restauranttoiletten sind wirklich im desolaten Zustand. Mittlerweile haben wir unsere Grundausrüstung bestehend aus Toilettenpapier, Desinfektionszeug und einer Wäscheklammer immer mit dabei. (Ok, eine Wäscheklammer haben wir nicht – wär aber nötig!!)

Hupen im Stau.

Der Lautstärkepegel einer südamerikanischen Straße im Stau steigt ins unermessliche. Schon sonst hupt jeder, zur Begrüßung und zur Verabschiedung jedes Passanten, der ein potenzieller Taxikunde sein könnte, jedes Passanten, der bestimmt kein Taxikunde ist, jeder Ampel, jedes Hundes und jeder Mülltonne. Aber wehe, es geht mal nicht weiter! Es könnte ja beispielsweise eine Ampel rot sein. Da wird sich dann nonstop aufs Lenkrad gelegt. Die Ampeln scheinen sich indes vom Gehupe nicht aus der Ruhe bringen zu lassen….

Plastikmüll.

Es ist UNGLAUBLICH, was der gemeine Südamerikaner für Mengen an Plastik konsumiert. Da wird eine Plastikflasche Cola in zwei Plastiktüten eingepackt, damit sie auch ja nicht reißt. Und der Schokoriegel und die Paprika, die sonst noch zum Einkauf gehören, werden selbstverständlich in eine neue Plastiktüte gepackt. Im chilenischen Supermarkt war es uns nicht möglich, zwei Tomaten ohne eine Plastiktüte zu kaufen. Die Dame an der Waage bestand darauf, den Aufkleber auf die Tüte, nicht direkt auf die Tomate direkt zu kleben, obwohl wir sie fast angeschrien haben, dass wir die Tüte nicht brauchen. Noch schlimmer läuft die Entsorgung, für die auch kein Bewusstsein vorhanden ist. Auf unserer Fahrt über den Amazonas schmissen die Einheimischen ihre Verpackungen einfach über Bord. Ein Grund für uns, fortan auf Wanderwegen und in der Natur immer mal Müll aufzusammeln. Und da denkt man als Deutscher, man kann durch Benutzung eines Stoffbeutels die Welt retten…

Das lehrt uns Südamerika:

Unsere persönlichen Highlights

null

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Beitragskommentare